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Gluehkopf

Wege aus der Krise


"Man kann mit mikroökonomischen, also betriebswirtschaftlichen Maßnahmen volkswirtschaftliche Probleme nicht lösen."

Sehenswert: Im Rahmen einer Veranstaltung von Attac Wels der Reihe "Wege aus der Krise" referierte Dr. Erhard Glötzl, Lektor für Finanzwissenschaft an der Donau-Universität Krems und Vorstandsdirektor der Linz AG i.R., am 15. 3. 2012 über das Thema


Richtige Analyse -- brauchbare Lösungen



Es sind zwei Krisen, die grundsätzlich verschiedene Ursachen haben und verschiedene Lösungsansätze brauchen:

a) Die allgemeine Überschuldungskrise: Eine Reduzierung der Staatsschulden ist notwendig, weil sie zu einer Umverteilung von den Steuerzahlern hin zu denen führen, die Staatsanleihen besitzen.

b) Die EURO-Krise, d.h. die hohen Zinsen für Staatsanleihen vor allem für die südlichen EURO-Staaten. Um die Ungleichgewichte auszugleichen, müssen die Inflationsunterschiede in der EU kurzfristig durch eine andere Lohnpolitik in allen Staaten vermindert werden.


Die gängige öffentliche und politische Meinung zur Krise ist:

a) „Schuldenbremsen" sind das geeignete Mittel zur Beherrschung der Krise,

b) Die gegenwärtige EURO-Krise ist eine Staatsschuldenkrise,

c) Der EURO ist nicht in Gefahr.

Dass diese falsche Ursachenanalyse zu einer völlig unbrauchbaren Lösungsstrategie führen muss, zeigt sowohl die Praxis als auch die theoretische Analyse. Im Vortrag werden sowohl Maßnahmen besprochen, die vorbeugend notwendig sind, um solche Krisen zu vermeiden, als auch Maßnahmen, die akut notwendig sind, um geordnet und ohne allgemeinen Zusammenbruch wieder aus der Krise heraus zu kommen.